TECHNISCHE DETAILS

Was wir wissen müssen und was Ihr Boden mitbringen muss

Das Fräsverfahren ist in den allermeisten Bestandsbauten möglich. Hier finden Sie die wichtigsten technischen Eckdaten als Vorbereitung auf unser Gespräch.

Estrichart & Mindestdicke

Wir fräsen in der Regel ca. 20 mm tief in den Estrich. Daher sollte der Estrich mindestens 45 mm dick sein, damit unterhalb der Heizrohre noch ausreichend Material verbleibt.

  • Zementestrich (CT): optimal, der häufigste Bestandsestrich.
  • Calciumsulfat­estrich (CA/Anhydrit): ebenfalls geeignet, etwas weicher.
  • Gussasphalt­estrich: nicht geeignet.
  • Trocken­estrich (Gipsfaser / OSB): nicht fräsbar.

Verlegemuster & Rohrabstand

Das Fräsbild wird raumweise auf den Wärmebedarf angepasst. Üblich ist ein schneckenförmiges Muster mit Rohrabständen zwischen 8 und 12 cm. Bei höherem Wärmebedarf (z. B. Bad) reduzieren wir den Abstand, bei Nebenräumen erweitern wir ihn.

Wir verwenden ausschließlich diffusionsdichte Heizrohre mit 16 × 2 mm Durchmesser:

  • PE-RT (Typ II) mit EVOH-Sauerstoff­sperrschicht
  • oder PE-Xa (peroxidisch vernetzt) temperaturbeständig bis 95 °C
Beide Rohrtypen sind für Flächenheizungen normgerecht und langlebig.
HEIZTECHNIK

Vorlauf­temperaturen

Eingefräste Fußbodenheizungen arbeiten mit 32-38 °C Vorlauftemperatur. Das ist der ideale Bereich für moderne Wärmepumpen und nebenbei der Grund für die hohe Effizienz im Betrieb.

Typische Betriebs­temperaturen

Wohnräume
32 - 35 °C
Bad / Sanitär
35 - 40 °C
Max. Oberflächen­temperatur
29 °C
(DIN EN 1264)
Bodenbeläge

Was kommt oben drauf?

Praktisch alle gängigen Boden­beläge sind kompatibel. Wichtig ist nur ein niedriger Wärme­durchlass­widerstand.

Fliesen

Ideal, bester Wärmedurchgang

Vinylboden

Sehr gut, dünn, schnelle Reaktion

Parkett

Möglich (FBH-geeignete Hölzer)

Laminat

Mit FBH-Kennzeichnung möglich

Teppich

Möglich, aber träger im Aufheizen

Naturstein

Hervorragend, speichert Wärme
EHRLICHES WORT

Wann das Fräsen nicht die richtige Lösung ist

Das Fräsverfahren ist in den allermeisten Bestands­bauten möglich. Hier finden Sie die wichtigsten technischen Eckdaten als Vorbereitung auf unser Gespräch.

Estrich zu dünn

Unter 45 mm Restdicke arbeiten wir nicht. In dem Fall empfehlen wir ein Dünnschicht­system oder einen Komplett­neuaufbau.

Gussasphalt / Trockenestrich

Beide Materialien sind nicht fräsbar. Hier ist ein aufliegendes System die richtige Wahl.

Massiv beschädigter Boden

Risse, Hohlstellen oder feuchte Estriche müssen zuerst saniert werden, da sonst die Heiz­leistung nicht gleichmäßig ist.
KLINGT MACHBAR?

Lassen Sie uns Ihren Boden begutachten

Reden wir einmal konkret über Ihre Fußboden­heizung. Vereinbaren Sie jetzt gleich einen Termin mit uns. So können wir direkt vor Ort sagen was geht und was nicht.